22. September 2011 Dr. Barbara Höll

Demonstrieren statt Papstnähe zu suchen


„Ich nehme die Anmerkung von Pfarrer Führer ernst, dennoch habe ich mich dazu entschlossen der Rede des Papstes fernzubleiben, nicht um die Rede des Papstes zu boykottieren, sondern weil eine kritische Auseinandersetzung nicht möglich sein wird“, so die schwulen- und lesbenpolitische Sprecherin Barbara Höll der Linksfraktion zur heutigen Äußerung des Pfarrers Christian Führers in der Leipziger Volkszeitung. Höll weiter:


„Ich demonstriere ausdrücklich nicht gegen eine Religion oder religiöse Überzeugungen, sondern stelle mich gegen die von der Katholischen Kirche betriebenen Politik in den Bereichen Frauenpolitik sowie gleichgeschlechtliche Lebensweisen. Ich trete ein für Geschlechterdemokratie, das Selbstbestimmungsrecht von Frauen über ihren Körper, die völlige Gleichberechtigung von Lesben und Schwulen und halte Kondome für ein unverzichtbares Mittel im Kampf gegen die Ausbreitung der HIV-Infektion.“