25. Mai 2011 Dr. Barbara Höll

Kindergrundsicherung - Weg aus der Armut

Angesichts der erschreckenden Tatsache, dass in Leipzig 30% der Kinder als arm gelten müssen – sie beziehen Sozialgeld - zeigt sich, dass das derzeitige System der Förderung von Ehe und Familie ungerecht ist.  Dieses System hat nichts daran geändert, dass es mehr arme Kinder gibt. Aus armen Kindern werden meist arme Erwachsene.

Dazu kommt, dass der Wust an familienbezogenen Leistungen unübersichtlich ist. Statt dessen ist eine Kindergrundsicherung notwendig. Das Kinder-Grundeinkommen ist eine Investition in die Zukunft. Dazu gibt es gute und detaillierte Konzepte.

Es könnte das Ruder in der Familienpolitik herumreißen und die Erziehung zur gesamtgesellschaftlichen Aufgabe machen. Die staatliche Leistung würde den Unterhalt sichern; daneben muss die Betreuung ausgebaut werden, quantitativ und qualitativ. Letzteres fordert auch der Deutsche Städtetag.

So wäre eine Kombination aus Kinder-Grundsicherung und mehr Betreuung ein Schritt aus der Armutsfalle.