8. Februar 2011 Dr. Barbara Höll

Zukunftsnetze weiter in kommunaler Hand belassen

Der Leipziger Stadtrat hat am 9. Februar über eine strategische Frage zu entscheiden: Sollen die Töchter der Stadtwerke HL-Komm und perdata teilprivatisiert werden?

Wie bekannt wurde, haben die Aufsichtsräte von LVV und Stadtwerken mehrheitlich gegen die Verkäufe votiert. Und das zurecht. Ein Verkauf generiert einmalige Erlöse, die Firmen erbringen jedoch jedes Jahr Gewinn. Schon nach zwölf Jahren wäre ein Halten wirtschaftlicher als der Verkauf. Ein Investor hat eher Interesse am schnellen Geld denn am langfristigen Ausbau der „intelligenten Netze“ für die Zukunft. Mit 49,9% kann er in jedem Fall wichtige Entscheidungen blockieren und verzögern. Nicht zuletzt müssten die Stadtwerke schon aus Datenschutzgründen Aufgaben wieder in eigene Hände nehmen, die bisher  von den Töchtern realisiert wurden. Und auch das kostet wieder Geld.

Andere Städte haben es in positiver wie in negativer Hinsicht bewiesen: Ein Halten der Zukunftsnetze in kommunaler Hand ist nachhaltiger für die Zukunft als der Verkauf.