25.11.2009 zum Internationalen Gedenktag „Nein zu Gewalt an Frauen“ hisste auch unser Büro eine Fahne von Terre des Femmes, um auf die Not vieler Frauen aufmerksam zu machen.
Wir hatten Migrantinnen zu einem Abendessen in unser Wahlkreisbüro nach Leipzig eingeladen.
Unserer Einladung waren eine Jüdin, vier Muslime, zwei Afrikanerinnen, vier Russinnen mit einem Kind und drei deutsche Frauen sowie unser Polizist aus unserm Revier gefolgt.
Bei türkischem Tee und Teigtaschen, arabischem Brot und deutschem Gemüseauflauf diskutierten wir sehr offenherzig über die Situation unserer Gäste in Deutschland.
Die Frauen fühlen sich oft nicht verstanden und von den deutschen Behörden benachteiligt. Besonders bei der Ausländerbehörde und dem Jugendamt fühlen sie sich falsch beraten und diskriminiert.
Sie wünschen sich, wie auch von Dr. Barbara Höll gefordert, wirkliche gelebte Gleichstellung. Denn viele von ihnen haben eine gute schulische und berufliche Qualifikation. Sie haben, auch nachdem sie Deutschkurse besuchten, kaum eine Chase gute Jobs in Deutschland zu bekommen. Hier bitten die Frauen um mehr Unterstützung durch die Behörden und durch die Politik.
Unsere deutschen Gäste wünschten sich von den Migrantinnen, dass sie und ihre Kinder die deutsche Sprache lernen, damit eine bestmögliche Verständigung möglich wird. Es gibt in Deutschland viele Menschen und Organisationen die gern helfen. Aber ohne Kommunikation kommt es oft zu Missverständnissen.
Unsere Migrantinnen wollen sich in die Gesellschaft einbringen. Sie möchten ihren Lebensunterhalt selbst verdienen. Sie möchten aber nicht ihre kulturellen Wurzeln verleugnen, sondern ihre Traditionen pflegen.