2. September 2011 Wahlkreisbüro

Der ostdeutsche Erfahrungsvorsprung


Anhörung der Bundestagsfraktion DIE LINKE
Deutscher Bundestag
Paul-Löbe-Haus
10117 Berlin
10:30 - 16 Uhr

Deutschland befindet sich im Umbruch: die Finanzmärkte spielen verrückt, mit einer Energiewende soll das Ende des Atomzeitalters eingeleitet werden, die soziale Spaltung zwischen Arm und Reich verschärfen sich.

Besonders die Menschen in Ostdeutschland kennen sich schon aus mit Umbrüchen. Ausgehend von DDR- und Transformationserfahrungen gestalten sich heute Wirtschaft, Leben und Arbeit im Osten oft anders als in den westdeutschen Bundesländern. Es gibt zum Beispiel emanzipativere Familienformen, mehr gemeinwohlorientiertes Wirtschaften und mehr vollzeiterwerbstätige Frauen.

Die öffentliche Debatte begrenzt das Nachdenken über Ostdeutschland meist auf Schrumpfung und Alterung, Arbeitslosigkeit und Armut. Aber welche positiven zukunftsweisenden Ansätze hat der Osten dem Westen voraus? Beliebte Vorzeigebeispiele sind die Anzahl der ostdeutschen Kita-Plätze und der Einsatz von Gemeindeschwestern. Diese und weitere Erfahrungsvorsprünge können der Beginn eines sozial-ökologischen Wandels zu einer friedlichen und gerechteren Zukunft sein.

In der Anhörung berichteten Expertinnen und Expertern aus ihren Fachgebieten, von welchen Erfahrungsvorsprüngen die ganze Republik profiteren kann. Es sprachen

Dr. Gesine Lötzsch, MdB, Vorsitzende DIE LINKE
Dr. Michael Thomas, Autorengruppe Jahresthemen Ostdeutschland 2011
Harald Wolff, Bürgermeister von Berlin und Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen
Dr. Paul Kriegelsteiner, Hauptgeschäftsführer NORD OSTCHEMIE
Jana Hensel, Journalistin und Autorin
Thobias J. Knoblauch, Kulturdirektor der Landeshauptstadt Erfurt
Frank-Jürgen Weise, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit
Kerstin Liebich, Staatssekretärin in der Berlilner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales
Dr. Dietmar Bartsch, MdB, Stellv. Fraktonsvorstitzender
Roland Claus, MdB